Baldrian-Valeriana-officinalis-l.jpg
Baldrian-Valeriana-officinalis-l.jpg Baldrian-Valeriana-officinalis-l.jpg

Baldrian
(Valeriana officinalis)

Baldrian ist eines der wirksamsten, pflanzlichen Mittel gegen Schlafstörungen. Die beruhigende Wirkung der Heilpflanze wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Baldrian
(Valeriana officinalis)

Baldrian ist eines der wirksamsten, pflanzlichen Mittel gegen Schlafstörungen. Die beruhigende Wirkung der Heilpflanze wurde in zahlreichen Studien nachgewiesen.

Baldrian (Valeriana officinalis) kennen viele Menschen als Heilpflanze mit beruhigender und schlaffördernder Wirkung. Doch auch zur Verwendung bei Nervosität, Prüfungsangst oder Unruhe hat sich Baldrian meistens zusammen mit anderen Heilpflanzen bewährt. Deshalb gehört Baldrian heute zu den meistgenutzten pflanzlichen Beruhigungsmitteln. Im Gegensatz zu chemischen Schlafmitteln hat die Pflanze nur selten Nebenwirkungen, macht nicht süchtig und greift nicht in den natürlichen Schlaf-Wach-Rhythmus ein. Lesen Sie hier mehr über die Baldrianpflanze, ihre Wirkung und Anwendung.

Die Baldriane (Gattung Valeriana) gehören zur Familie der baldrianartigen (Valerianaceae) den Geissblattgewächsen. Zur Pflanzengattung Valeriana gehören insgesamt mehr als 300 verschiedene Baldrianarten. Sie sind auf der Nordhalbkugel in Asien, Europa, Nordamerika und Südamerika verbreitet. Viele dieser Arten wachsen in höheren Lagen. Zum Teil findet man sie auch in Bergregionen, zum Beispiel in den Anden.

Für Arzneimittel wird häufig der Echte oder Grosse Baldrian (Valeriana officinalis) verwendet. Er wächst wild in grossen Teilen Europas und ist ostwärts bis China, Korea und Japan verbreitet. Auch in der Schweiz ist die Pflanze heimisch, vor allem in wärmeren, höher gelegenen Gebieten. Oft wächst die Pflanze auf Wiesen in der Nähe von Bächen, Flüssen oder Seen.

Hat man den passenden, sonnigen und feuchten Standort im Garten, können einige Valeriana Arten auch als Zierpflanze, Bienenstaude und Heilpflanze angepflanzt werden.

Echter Baldrian wird bis zu zwei Meter gross. Er ist eine winterharte Staude, die mit unterirdischen Rhizomen überdauert. Ein hoher Stängel trägt grosse, gefiederte Blätter. Im Frühjahr von Mai bis Juni bilden sich Blüten in Dolden aus. Die vielen kleinen Einzelblüten können weiss bis rosa gefärbt sein. Auffällig ist der stark süsslich eigenartige Geruch der Blütenstände.

Nach der Blüte bildet die Pflanze kleine Nüsschenfrüchte (Achänen) aus, die sich mit einem Schirmchen im Wind verbreiten können. Valeriana officinalis verträgt auch Überschwemmungen. Diese fördern sogar die Ausbreitung, da die Samen sich schwimmend verbreiten und bei Nässe leicht an anderen Oberflächen anhaften können. Pflanzen mit dieser Art der Vermehrung nennt man auch Wasserhafter.

Wird die Baldrianwurzel getrocknet, entsteht der typische Baldriangeruch. Menschen finden diesen eher unangenehm. Auf Katzen wirkt er jedoch genauso anziehend wie die bekannte Katzenminze. Als Trivialname werden deshalb auch die Bezeichnungen Katzenkraut und Stinkwurz verwendet. In alten Legenden wird sogar berichtet, der Rattenfänger von Hameln habe Baldrian bei sich gehabt, um damit die Ratten anzulocken. Baldrianauszüge werden auch in der Parfümherstellung eingesetzt. In winzigen Mengen verleihen sie Parfümmischungen eine leicht moschusartige Note. Verantwortlich für den starken, je nach Spezies anziehenden oder abstossenden Duft ist der Inhaltsstoff Isovaleriansäure. Übrigens beruht auch unangenehmer Fussgeruch unter anderem auf dieser Substanz. Bestimmte Bakterien bilden aus dem im Schweiss vorkommenden Leucin die Isovaleriansäure.

Der intensive Geruch ist auch der Grund dafür, dass die Baldrianpflanze bei nordischen Völkern früher als Schutz vor bösen Geistern über die Haustür gehängt wurde. Trug man ein Stück der Pflanze bei sich, sollte das vor Hexen und dem Teufel schützen. Davon zeugt heute der lokal noch immer verwendete Name Hexenkraut. Bewegte sich ein im Raum aufgehängtes Baldrianbüschel, wies dies der Überlieferung nach darauf hin, dass ein unsichtbarer Geist oder eine Hexe das Zimmer betreten hatte.

Seit vielen Jahrhunderten wird die Baldrianwurzel in der Volksmedizin verwendet. Auch damals war schon die positive Wirkung als Entspannungs- und Beruhigungsmittel bekannt. Dabei wurde der Baldrian oft zusammen mit Melisse oder Hopfen gegeben, was sich bis heute als hilfreiche Kombination bewährt hat.

Medizinisch wird nur die Baldrianwurzel - Valerianae radix verwendet. Sie enthält eine Reihe einzigartiger Inhaltsstoffe. Dazu gehören unter anderem ätherische Öle und Valepotriate aus denen u.a. die erwähnte Isovaleriansäure abgespalten wird. Im ätherischen Öl der Wurzel sind Inhaltsstoffe wie Borneol, Kampfer oder Beta-Bisabolen zu finden.

Baldrian beruhigt und hat eine schlaffördernde Wirkung. Neben ätherisch Öl-Bestandteilen könnten dafür Lignane verantwortlich sein. Diese Stoffe wirken ähnlich wie die körpereigene Substanz Adenosin auf das zentrale Nervensystem. Adenosin ist Teil des Systems, das den Schlaf-Wach-Rhythmus beeinflusst. Es bindet an sogenannte A1-Rezeptoren und induziert damit Müdigkeit und den Schlaf. Lignane aus der Baldrianwurzel wirken auf dieselben Rezeptoren. Möglicherweise spielen aber zusätzlich auch noch weitere Inhaltsstoffe des Baldrians eine Rolle für die Wirkung.

Baldrianpräparate gehören zu den am häufigsten genutzten pflanzlichen Beruhigungsmitteln. Extrakte aus der Baldrianwurzel werden heute häufig bei Schlafstörungen eingesetzt. Doch auch die Wirkung gegen Nervosität, Ängste, z.B. Prüfungsangst oder innere Unruhe wurde mehrfach in Studien belegt. Da Baldrianpräparate sehr sicher sind und, im Vergleich zu chemischen Präparaten, nur wenige Nebenwirkungen haben, bevorzugen viele Menschen mit Schlafstörungen und Tagesunruhe Präparate mit Valeriana officinalis.

Baldrian bei Einschlafstörungen

Rund ein Drittel aller Erwachsenen und auch immer mehr Schulkinder leiden unter Schlafproblemen. Dagegen helfen oft schonende, pflanzliche Arzneimittel. Die Wirkung von Baldrian gegen Einschlafstörungen ist durch zahlreiche Studien belegt. Baldrianpräparate entspannen, vermindern quälendes Gedankenjagen und fördern so das Einschlafen. Auch bei Durchschlafstörungen und zur Verbesserung der Schlafqualität können sie helfen. Besonders gut wirksam zeigte sich die Kombination mit dem schlaffördernden Hopfen, wie zum Beispiel in zeller schlaf.

Baldrianwurzel bei Prüfungsangst, Anspannung oder Unruhe

Bei Nervosität, Spannungs- und Unruhezuständen, und Prüfungsangst wirkt die Einnahme von Baldrianextrakt beruhigend. Stress und Nervosität werden gedämpft. Hier eignen sich Mittel mit einer Kombination verschiedener Heilpflanzen. So werden Betroffene entspannter, jedoch nicht müde. Auch die körperlichen Symptome von Unruhe und Ängsten wie krampfartige Beschwerden des Magen-Darm-Traktes oder Herzrasen können vermindert werden. Ideal sind Präparate wie zeller entspannung mit Extrakten aus Baldrianwurzeln, Pestwurz-Wurzeln, Passionsblumen-Kraut und Melissenblättern.

Nervöse Herzbeschwerden

Nervöse Herzbeschwerden, starkes Herzklopfen, ein rascher Puls oder ein Beklemmungsgefühl in der Brust können nervös bedingt sein. In diesem Fall haben sich Präparate wie zeller herz und nerven Filmtabletten bewährt. Eine Kombination aus Baldrian, Hopfen, Weissdornblättern, Weissdornfrüchten und Passionsblumenkraut hat eine beruhigende Wirkung, entspannt und wirkt nervösen Herzbeschwerden entgegen.

 

Beachten Sie bitte: Bei länger andauernden Schlafstörungen sollten Sie immer ärztlichen Rat einholen. Auch pflanzliche Arzneimittel können Wechselwirkungen und Nebenwirkungen haben. Achten Sie deshalb auf die Packungsbeilage und wenden Sie sich bei Fragen an Ihren Arzt oder Apotheker.

Moderne Pflanzenheilkunde

Die moderne Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) vereint Jahrhunderte altes Wissen mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Details

Zeller Produkte

Entdecken Sie unsere freiverkäuflichen Produkte.