Efeu-Hedera-helix-l.jpg
Efeu-Hedera-helix-l.jpg Efeu-Hedera-helix-l.jpg

Efeu
(Hedera helix)

Efeu gehört hierzulande zu den sehr bekannten Pflanzen. Oft sieht man ihn in Gärten, in der freien Natur oder als Topfpflanze. Doch er hat auch eine heilende Wirkung bei Husten.

Efeu
(Hedera helix)

Efeu gehört hierzulande zu den sehr bekannten Pflanzen. Oft sieht man ihn in Gärten, in der freien Natur oder als Topfpflanze. Doch er hat auch eine heilende Wirkung bei Husten.

Efeu (Hedera helix) kennt jedes Kind. Ob auf dem Land oder in der Grossstadt, ob im Garten oder im Wald: Die immergrüne Rankpflanze erklettert mühelos Mauern und Bäume. Als Heilpflanze ist sie jedoch oft weniger bekannt. Ein Extrakt aus den Blättern des Efeus kann bei Erkältung den Husten rein pflanzlich bekämpfen. Besonders bei verschleimtem Husten wirkt Efeuextrakt lindernd. Erfahren Sie hier alles über die Efeupflanze, ihre Anwendung und ihre Wirkung.

Bei uns heimisch ist der Gemeine Efeu (Hedera helix). Er ist die mit Abstand am weitesten Verbreitete der insgesamt 17 Hedera-Arten. Hedera helix wächst hierzulande oft an Mauern, Bäumen oder Zäunen in die Höhe, sowohl im Garten als auch in der freien Natur. Oft wird sie zur Begrünung von Fassaden eingesetzt. Efeupflanzen bevorzugen einen halbschattigen Standort. Zu viel Wasser oder Staunässe schadet genauso wie längere Trockenheit. Auch im Topf mögen sie einen Standort im Halbschatten und mässig viel Wasser.

Hedera helix ist in ganz Europa verbreitet. Das Verbreitungsgebiet reicht bis nach Schweden und zur Türkei. Man findet die Kletterpflanze in der Natur vor allem in Wäldern, Steinbrüchen und an Ruinen. Die genügsame Pflanze hat sich inzwischen auch in Bereichen der Welt verbreitet, wo sie ursprünglich nicht heimisch war. Dort wird sie als invasive Pflanze zum Teil bekämpft, zum Beispiel in Neuseeland, Australien und Kanada.

Der Gemeine Efeu ist unverkennbar in seinem Aussehen. Seine Blätter sind das ganze Jahr über grün. Typisches Merkmal ist das Wachstum als Kletterpflanze. Er wuchert zum Teil auch am Boden, rankt sich aber mit Haftwurzeln bis zu 20 Meter hoch an allem empor, was er erreicht. Das können unter anderem Bäume, Zäune oder Hauswände sein.

Nach einigen Jahren verholzt der Spross. Die Blätter im oberen Bereich der Pflanze sind dann nicht mehr handförmig gelappt, sondern eiförmig. Der Efeu blüht erst in dieser sogenannten Altersform, nach rund sieben bis acht Jahren, das erste Mal. Während die meisten einheimischen Pflanzen im Frühjahr oder Sommer blühen, erscheinen die unscheinbaren, grünlichen Efeublüten erst im Herbst, von September bis Oktober. Dadurch ist die Efeu-Pflanze in einer sonst nektararmen Zeit eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Im Winter bilden sich die Früchte. Die bläulich-schwarzen Beeren sind für Menschen giftig, dienen jedoch vielen Vögeln als Nahrung.

Insgesamt können Efeupflanzen bis zu 450 Jahre alt werden. Zudem sind die Efeuranken fest und dauerhaft mit ihrem Untergrund verbunden. Deshalb galten sie früher als Sinnbild für das ewige Leben und für die Treue. Wo Efeupflanzen wuchsen, verstand man dies als Zeichen für die Präsenz Gottes. Brautpaaren schenkte man Kränze aus Efeu als Symbol ewiger Liebe und Treue.

Der deutsche Name der Pflanze geht vermutlich auf das Altsächsische zurück und bedeutet so viel wie „Kletterer“. Der wissenschaftliche Name Hedera leitet sich von hedra (griechisch: Sitz) ab, da die Pflanze auf Bäumen sitzt. Helix bezeichnet die spiralförmige Windung, mit der sich die Pflanze um Bäume herum emporrankt.

Medizinisch werden die Efeublätter verwendet. Für die Wirkung spielen vor allem die enthaltenen Triterpensaponine wie Hederacoside und Alpha-Hederin eine Rolle. In kleineren Mengen enthalten die Blätter auch Flavonoide, ätherisches Öl und Phenolcarbonsäuren.

Efeuextrakte regen die Bronchialschleimhaut dazu an, dünnflüssigeren Schleim zu produzieren. Dadurch lösen die Extrakte der Pflanze den Schleim und bewirken, dass das Abhusten leichter wird. Zudem wirken Efeupräparate auch entspannend und entkrampfend auf die Muskulatur der Atemwege.

Die Wirksamkeit von Efeublättern gegen verschleimten Husten wurde in vielen Studien belegt. Selbst sollte man die Blätter jedoch nicht pflücken und verwenden, in falscher Dosierung und Zubereitung für manche Personen schlecht verträglich sind. Der Trockenextrakt für PROSPAN® Hustensaft und PROSPAN® Hustentropfen wird mit einem speziellen Extraktionsverfahren erzeugt und standardisiert, so dass man ein sicheres und verträgliches Arzneimittel mit gleichbleibender Wirkung erhält.

Pflanzlicher Hustensaft oder Hustentropfen mit Efeu lösen festsitzenden Schleim, entkrampfen die Bronchien, wirken entzündungshemmend auf die Bronchialschleimhäute und erleichtern das Abhusten. Sie bewirken so eine erhebliche Linderung eines Erkältungshustens und bessern die Fähigkeit durchzuatmen. oft kann verhindert werden, dass verschleimter Husten sich nachhaltig festsetzt und so zu einer länger andauernden Bronchitis wird. Auch bei chronisch-entzündlichen Lungenerkrankungen wird Efeu manchmal angewendet.

 

Beachten Sie bitte: Auch pflanzliche Arzneimittel können Wechselwirkungen und Nebenwirkungen haben. Achten Sie deshalb auf die Packungsbeilage und wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihren Arzt oder Apotheker.

Moderne Pflanzenheilkunde

Die moderne Pflanzenheilkunde (Phytotherapie) vereint Jahrhunderte altes Wissen mit den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen.

Details

Zeller Produkte

Entdecken Sie unsere freiverkäuflichen Produkte.