Schlafstörungen

Schlafstörungen beeinträchtigen die Leistungsfähigkeit und Lebensqualität. Extrakte aus Baldrian und Hopfen unterstützen die natürliche Schlafsteuerung und verbessern langfristig die Schlafarchitektur. Somit ermöglichen sie über eine milde Beruhigung einen erholsamen Schlaf.

Wer ist von Schlafstörungen betroffen?

Schlafstörungen sind weit verbreitet. Etwa ein Viertel unserer Bevölkerung ab 15 Jahren ist von Schlafstörungen betroffen. Die Ursachen zeigen sich dabei ganz unterschiedlich. Oft sind psychische Belastungen wie zum Beispiel Stress am Arbeitsplatz oder belastende Konflikte im Privatleben Auslöser für Schlafstörungen.

Aber auch körperliche Beschwerden wie chronische Schmerzen oder Hormonstörungen können Schlafstörungen verursachen. Ein ungesunder Lebensstil (z.B. üppige Mahlzeiten, Alkohol-, Koffein- und Nikotingenuss) oder aber die Einnahme bestimmter Medikamente sind weitere „Nachtruhe-Störer“ und können Gründe für die Schlafstörungen sein.

Bestehen Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum ist dies insbesondere problematisch, da das „Nicht-Schlafen-Können“ vom Körper regelrecht „gelernt“ wird. Später muss man dem Körper das richtige Einschlafen und Durchschlafen wieder beibringen. Halten Schlafstörungen über einen längeren Zeitraum an, kann dies auch die Psyche beeinträchtigen und es kann zu Verstimmungszuständen kommen.

 

Schlafarchitektur

Bei Schlafstörungen ist es möglich, dass die Schlafarchitektur im Ungleichgewicht ist. Dies kann dazu führen, dass man sich am Morgen nicht ausgeruht und müde fühlt. Der natürliche und gesunde Schlaf eines Menschen ist über die Schlafenszeit nicht gleich tief und intensiv. Die Schlafarchitektur bezeichnet die verschiedenen Schlafphasen durch welche unser Schlaf geprägt ist. Bei einem Menschen, welcher nicht von Schlafstörungen betroffen ist, teilen sich diese Phasen in gleichmässige Abschnitte. Man unterscheidet zwischen der REM-Phase und den Stufen.  1-4, wobei die Stufe 4 dem Tiefschlaf entspricht. Die REM-Phase (Rapid-Eye- Movement) ist die Phase in welcher der Schlaf am wenigsten tief ist. Diese Schlafphase ist unter anderem durch die ersichtlich schnellen Augenbewegungen gekennzeichnet. Bei einem gesunden, ausgewogenem und natürlichen Schlaf teilen sich diese Phasen (REM, 1, 2, 3 und 4) in regelmässige und wiederkehrende Abschnitte.

 

Der erste Schritt gegen Schlafstörungen

Um wieder zum gewohnten Schlafrhythmus zu finden, sollte man versuchen, die Ursachen der Schlafstörungen zu erkennen und diese wenn möglich zu beseitigen. Bei Schlafstörungen ist es nützlich die Schlafgewohnheiten zu beobachten und diese in einem Schlaftagebuch festzuhalten.

 

Das Schlaftagebuch

Nehmen Sie sich während mind. 14 Tagen jeweils abends vor dem zu Bett gehen und morgens nach dem Aufstehen kurz Zeit für das Ausfüllen des Schlaftagebuches. Dazu benötigen Sie für 2 Fragen die genaue Uhrzeit. Bei den übrigen Fragen zählt ganz allein Ihr subjektiver Eindruck. Eine durchschnittliche Schlafdauer von weniger als 6 – 6.5 Stunden kann ein Hinweis auf Schlafstörungen sein. (Siehe Downloads)

Beispiel – Schlaftagebucheintrag

Eine Einschlafdauer und nächtliche Wachdauer bis zu 30 Minuten gelten als normal. Die Wachhäufigkeit nimmt jedoch mit dem Alter erheblich zu. Ein ein- bis dreimaliges aufwachen ist in der Regel normal. Sehr viel häufigeres Erwachen kann jedoch auch ein Hinweis auf eine Schlafstörung organischen Ursprunges sein. Es ist ratsam bei sehr häufigem nächtlichem Erwachen eine Fachperson oder den Arzt zu konsultieren.

 

Medikamentöse Behandlung bei Schlafstörungen

Es gibt heute eine Vielzahl von Medikamenten zur Behandlung von Schlafstörungen. Wichtig bei der Auswahl ist, dass sie zuverlässig wirken, ohne jedoch die „Schlafarchitektur“ zu verändern oder die Leistungsfähigkeit am folgenden Tag zu beeinträchtigen („Hangover“). Dauern Schlafstörungen länger als einen Monat an, ist es empfehlenswert, eine Fachperson oder den Arzt zu konsultieren.

Pflanzliche Hilfe bei Schlafstörungen

Baldrian und Hopfen haben sich besonders in Kombination als Arzneimittel bei Schlafstörungen bewährt. Diese beiden Heilpflanzen unterstützen auf natürliche Weise die körpereigenen Prozesse für einen gesunden Schlaf.Baldrian fördert, wie das körpereigene Hormon Adenosin, den Schlafdruck und verringert die Einschlafzeit. Hopfen wirkt ähnlich wie das körpereigene Hormon Melatonin und unterstützt den Schlaf–Wach–Rhythmus. In Kombination helfen beide zuverlässig bei Ein- und Durchschlafstörungen sowie bei unruhigem Schlaf, ohne die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag zu beeinflussen. Bei einer Anwendung über 14 Tage konnten zudem eine signifikante Verbesserung aller relevanten Phasen des Schlafes festgestellt werden.

 

Chemische Arzneimittel bei Schlafstörungen

Es gibt eine Vielzahl von chemischen Schlafmitteln welche bei Schlafstörungen angewendet werden. Zur Gruppe der Hypnotika (Schlafmittel) zählen unter anderem Benzodiazepine und Antihistaminika. Benzodiazepine wirken beruhigend, angstlösend, schlaffördernd, entspannend und krampflösend. Sie werden in weniger hohen Dosierungen auch eingesetzt als Tranquilizer (Beruhigungsmittel) oder Anxiolytika (Angstlöser). Arzneimittel mit Diphenhydramin gehören zur Gruppe der Antihistaminika (Antiallergika) der 1. Generation. Sie wirken antiallergisch und haben eine sedative Wirkung. Aus diesem Grund werden sie heute auch bei Schlafstörungen wie Ein- und Durchschlafbeschwerden eingesetzt.

 

 

 

Schlafhygiene und Tipps bei Schlafstörungen

Schlafhygiene bezeichnet gewisse Lebens- und Verhaltensweisen für einen erholsamen und gesunden Schlaf. Das Einhalten einer Schlafhygiene kann helfen bei Schlafstörungen.

  • Achten Sie auf regelmässige Aufsteh- und Schlafenszeiten. Wichtige Funktionen wie die Hormonproduktion, die Atmung und der Kreislauf unterliegen einem bestimmten Schlaf-Wach-Rhythmus.
  • Zu lange Bettzeiten können Schlafstörungen begünstigen. Als Richtwert gilt: 7 bis max. 8 Stunden für Erwachsene. Vergessen Sie dabei nicht, dass Power-Naps über Mittag auch als Schlafzeit anzurechnen sind. Ein kurzer Mittagsschlaf kann den abendlichen Schlafdruck stark reduzieren.
  • Achten Sie auf eine angenehme Atmosphäre im Schlafzimmer. Die geeignete Raumtemperatur zum Schlafen beträgt ca. 16-18 Grad.
  • Rituale entspannen, beruhigen und können helfen, den Körper auf das Schlafen einzustimmen. Dies kann z.B. eine Tasse Kräutertee oder warme Milch sein, die Sie täglich zur selben Zeit geniessen.
  • Sie liegen mitten in der Nacht wach im Bett und die Gedanken kreisen um die fortschreitende Zeit?
  • Wer nicht einschlafen kann, sollte besser wieder aufstehen statt sich hin und her zu wälzen. Gehen Sie erst wieder ins Bett, sobald Sie sich richtig müde fühlen und vermeiden Sie nachts helles Licht, denn dieses kann als Wachmacher wirken.
  • Das Führen eines Schlaftagebuchs hilft dabei, die Einhaltung der Schlafhygiene- regeln zu überprüfen, Veränderungen festzustellen und die Ursachen der Schlafstörungen zu ergründen.
  • Verzichten Sie auf Büroarbeiten oder einen Fernseher im Schlafzimmer. Lassen Sie die Arbeit draussen.
  • Vermeiden Sie üppiges Essen und koffeinhaltige Getränke am Abend. Nikotin wirkt sich auf den Schlaf ähnlich negativ aus wie Koffein und sollte daher ebenfalls nicht kurz vor dem Schlafen gehen konsumiert werden.
  • Alkohol verhilft zwar zu schnellerem Einschlafen, jedoch nimmt auch die Schlafqualität/-tiefe ab. Dies kann vor allem in der 2. Nachthälfte zu häufigem Aufwachen führen