Nervosität und Unruhe

Nervöse Spannungszustände, Nervosität und Unruhe sind heutzutage weit verbreitet und können körperliche wie auch emotionale Auswirkungen haben. Wer die Signale früh erkennt und behandelt, kann dem Alltagsstress, wieder gelassener begegnen.

Unser Alltag ist geprägt von Hektik. Das Leben scheint ständig schneller und schneller zu werden. Oft erledigen wir mehrere Dinge gleichzeitig und sind gedanklich schon beim nächsten Termin. Was uns fehlt ist Zeit: Zeit, kurz inne zu halten und aus dem Strudel des täglichen „Wahnsinns“ auszubrechen. Dieses Phänomen nennt sich Stress. Kaum jemand wird von sich behaupten können, dass er nicht zumindest zeitweise unter Stress leidet. Stress bedeutet Unruhe – Stress bedeutet Nervosität. Ein Zustand, der sowohl emotionale wie auch körperliche Auswirkungen haben kann.

Auslöser für Nervosität und Unruhe

Die Auslöser für Nervosität und Unruhe sind vielseitig. Der steigende Zeitdruck, Mobbing oder Unsicherheit. Angst um den Arbeitsplatz, Ereignisse im Privatleben sowie Über- und Unterforderungen oder Prüfungsangst.

Prüfungsangst wie Nervosität und Unruhe

Gerade vor und während Prüfungen ist die psychische Belastung gross. Die Angst zu versagen, Druck von aussen oder eine schlechte Prüfungsvorbereitung lösen bei vielen die Prüfungsangst aus. Prüfungsangst zeigt sich durch Unruhe, Konzentrationsstörungen, Nervosität oder Schweissausbrüche. Durch die Prüfungsangst leidet dann häufig auch das Prüfungsergebnis.Ein wichtiger Grundstein, entspannt und ohne grosse Nervosität an die Prüfung zu gehen, liegt in der optimalen Vorbereitung. Der Lernplan ist eine optimale Hilfe um die Zeit richtig einzuteilen und den Lernstoff auf die verbleibende Zeit bis zur Prüfung einzuteilen. Wichtig ist auch das Einplanen von Pausen, denn Niemand kann mehrere Stunden auf hohem Niveau geistig und körperlich arbeiten. Pflanzliche Arzneimittel können zusätzlich unterstützen.

Reaktion des Körpers auf Nervosität und Unruhe

Unruhe und Nervosität machen sich im Körper sofort bemerkbar. Wird er kurzfristig mit einer stressigen Situation konfrontiert, mobilisiert er alle seine Kräfte um die Situation zu bekämpfen. Es werden nur die Organe durchblutet, welche für die Bekämpfung unbedingt notwendig sind. Die Folgen: Puls und Blutdruck sind erhöht, die Muskulatur ist angespannt, der Mund ist Trocken und die Hände schwitzen. Dauern Unruhe und Nervosität über einen längeren Zeitraum an, steht der Körper fortwährend unter Spannung, was sich mit Schmerzen im Rücken- und Nackenbereich bemerkbar machen kann. Auch können sich Schlafstörungen oder Verstimmungszustände bemerkbar machen.

Symptome bei Nervosität und Unruhe

Von Mensch zu Mensch können sich die Symptome bei Nervosität und Unruhe unterschiedlich äussern. Nervöse Spannungszustände, Reizbarkeit oder auch Antriebslosigkeit und Schlafstörungen. Zudem können krampfartige Magen- und Darmbeschwerden auftreten.

Wenn Nervosität und Unruhe krank machen

Eine der bekanntesten und schwerwiegendsten Folgen von chronischem Stress, Nervosität und Unruhe ist das Burnout-Syndrom. Es resultiert aus einer lange andauernden Belastungssituation. Der Körper steht dauerhaft unter Nervosität und Unruhe. Stress kann nicht mehr verarbeitet werden, da die Fähigkeit zur Erholung verloren gegangen ist. Betroffene Personen befinden sich in einem körperlichen und emotionalen Erschöpfungszustand. Das Burnout-Syndrom ist selbst vom Arzt schwierig zu erkennen, da es oft ein schleichender Prozess ist.

Entschleunigung bei Nervosität und Unruhe

Was der Körper bei Stress, Nervosität und Unruhe dringend braucht, ist eine Soforthilfe, die Körper und Geist entspannt und zur Ruhe kommen lässt. Der beste Weg ist immer als Erstes die Ursache für Stress, Nervosität und Unruhe zu ergründen und zu beseitigen. Dies ist aber nicht immer ganz einfach und oft muss das eigene Verhalten geändert werden, was meist nicht von heute auf morgen gelingt.

Pflanzliche Behandlung bei Unruhe und Nervosität

  • Die Natur bietet gleich mehrere Arzneipflanzen an, die sich als Mittel zur Entspannung bei Nervosität und Unruhe bewährt haben.
  • Die Passionsblume wirkt angstlösend bei innerer Anspannung, Gereiztheit und Nervosität.
  • Die Melisse wirkt ausgleichend bei Erregungszuständen, Unruhe und Nervosität.
  • Baldrian wirkt beruhigend und schlafanstossend, bei Unruhe und Nervosität. Medizinisch verwendet wird die Baldrian-Wurzel.
  • Pestwurz hat krampflösende Eigenschaften und wirkt bei nervösen Magen- Darmbeschwerden. Stärkungsmittel für den Körper  Ginsengextrakte aus der Ginsengwurzel sind allgemeine Stärkungsmittel, welche bei Müdigkeits- und Schwächegefühle sowie bei nachlassender Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit verwendet werden können.Arzneimittel der Gruppen Anxiolytika (Angstlöser) oder Tranquilizer (Beruhigungsmittel) werden bei Nervosität und Unruhe sowie Angstzuständen eingesetzt.Zur Gruppe der Anxiolytika gehören unter anderem die Benzodiazepine. Sie haben eine angstlösende und entspannende Wirkung. Von der Dosierung abhängig werden Sie nicht nur als Beruhigungsmittel, sondern auch als Schlafmittel eingesetzt.Antidepressiva haben eine stimmungsaufhellende und antriebsnormalisierende Wirkung.
  • Chemische Arzneimittel bei Unruhe und Nervosität
  • Tonika und Stärkungsmittel
  • Unser Körper benötigt zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe um leistungsfähig zu sein. Eine ausgewogene Ernährung und die Aufnahme von Vitaminen sind in hektischen Zeiten, in denen auch Nervosität und Unruhe eine Rolle spielen, umso wichtiger. In Apotheken und Drogerien findet man ein breites Angebot an Vitamin- und Mineralstoffpräparaten. Wichtig dabei ist eine gute Beratung durch eine Fachperson.

Tipps für mehr Ruhe und weniger Nervosität

  • Setzten Sie Prioritäten und teilen Sie Ihre Aufgaben genau ein. Planen Sie zudem auch genügend Pausen mit ein.
  • Achten Sie gerade in Stress-Situationen auf eine vollwertige Ernährung. Sie enthält alle Nährstoffe, die Sie für die Leistungsfähigkeit brauchen.
  • Während die Einen beim Nichtstun herrlich entspannen, ist für die Anderen Bewegung das Mittel der Wahl für den Stressabbau. Joggen, Rad fahren, Hanteln stemmen oder Pilates. Alles ist nicht nur schweisstreibend sondern schenkt neue Energie. Aktive Menschen, so zeigen Studien, sind viel stressresistenter, leiden weniger unter Nervosität und stecken Belastungen deutlich schneller weg als Untrainierte. Planen Sie also 2-3-mal wöchentlich mindestens eine halbe Stunde sportliche Aktivitäten ein.
  • Entspannungstechniken können helfen Ihre Balance schnell wieder zu erlangen und bieten einen Ausgleich zum hektischen Alltag. Es gibt diverse Angebote wie Muskelentspannung nach Jacobson, autogenes Training, Yoga oder Qigong und TaiChi.
  • Achten Sie auf genügend Schlaf. Der Schlaf ist das Erneuerungsprogramm unseres Organismus. Im Schlaf erholt sich der ganze Körper, das Hirn löscht überflüssige Informationen und das Immunsystem wird gestärkt.
  • Tanken Sie Kraft aus Beziehungen. Denn mit lieben Menschen an unserer Seite wird uns jede Menge Kraft geschenkt. Nervosität und der Stress im Job kann sich nach einem entspannten Abend zu zweit oder einem lustigen Spieleabend unter Freunden auf wundervolle Weise relativieren.