Prostatabeschwerden
Prostatabeschwerden Prostatabeschwerden

Prostatabeschwerden

Jeder Mann hat eine Prostata. Die Drüse ist wichtig für die Fortpflanzung. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, zu wachsen. Lesen Sie hier, was Sie über die Geschlechtsdrüse des Mannes wissen müssen.

Prostatabeschwerden

Jeder Mann hat eine Prostata. Die Drüse ist wichtig für die Fortpflanzung. Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata, auch Vorsteherdrüse genannt, zu wachsen. Lesen Sie hier, was Sie über die Geschlechtsdrüse des Mannes wissen müssen.

Was ist die Prostata

Die kastaniengrosse Prostata läuft ringförmig um die Harnröhre und sondert beim Samenerguss ein Sekret ab, dass den Spermien die Fortbewegung ermöglicht. Zudem laufen in der Prostata Samenleiter und Harnröhre zusammen.

Beschwerden der Prostata können verschiedene Ursachen haben. Es gibt drei Hauptursachen:

  • BPH/BPS: Hier liegt eine gutartige Prostatavergrösserung, auch benigne Prostatahyperplasie, vor. Während die BPH die gutartige Prostatavergrösserung beschreibt, wird der Begriff gutartige Prostatasyndrom (BPS) für die Beschwerden verwendet.
  • Prostatitis: Rund 10% der Männer erkranken mindestens einmal in ihrem Leben an einer Prostataentzündung. Typische Anzeichen dafür sind Schmerzen beim Wasserlassen und häufiger Harndrang. Eine Prostataentzündung erfordert eine ärztliche Diagnose und Behandlung.
  • Prostatakarzinom: Prostatakrebs ist die häufigste Krebskrankheit bei Männern. In der Schweiz erkranken rund 6100 Männer jährlich daran. Der Tumor zeigt zu Beginn sehr wenig Symptome, da er meist im Aussenbereich der Prostata wächst und damit weit entfernt von der Harnröhre ist. Daher ist eine regelmässige Untersuchung ab dem 45. Lebensjahr ratsam.

Häufiger Harndrang, ein schwacher Harnstrahl oder vermehrtes Wasserlassen in der Nacht: Diese Symptome können auf Probleme mit der Prostata hindeuten. Die häufigste Ursache ist meist die gutartige, benigne Prostatahyperplasie (BPH). Denn ab dem 40. Lebensjahr beginnt bei etwa 40% der Männer eine gutartige Gewebsveränderung der Prostata einzusetzen.

Die Drüse beginnt zu wachsen. Dies gehört zum natürlichen Alterungsprozess des Mannes dazu. Im Verlauf des Älterwerdens kann die Prostata von der Grösse einer Kastanie bis zu einer Orange heranwachsen. Da sie die Harnröhre ringförmig umschliesst, kann sie damit die Harnröhre einengen. Bereits jeder zweite Schweizer über 50 ist mit einer BPH konfrontiert.

Die Beschwerden werden in drei verschiedene Stadien eingeteilt (Einteilung nach Alken):

  • Stadium 1: Reizstadium -> erste Beschwerden beim Wasserlassen treten auf.
  • Stadium 2: Bildung von Restharn -> Sie haben das Gefühl, die Blase nicht mehr richtig entleeren zu können.
  • Stadium 3: Rückstauungsstadium, Überlaufblase -> Hierbei bleiben grosse Mengen von Restharn in der Blase und es kann zum Rückstau vom Harnleiter bis in die Nieren kommen. Dabei wird die Blase überdehnt und sie kann sich nicht mehr vollständig entleeren.

Auf Dauer kann ein eingeschränkter Harnabfluss zu Schädigungen der Blase und der Niere führen. Daher lohnt es sich, frühestmöglich einen Arzt zu konsultieren. Es gibt verschiedene Vorgehensweisen:

  • Kontrolliertes Warten: Eine BPH schreitet über die Jahre nur langsam voran. Dabei können die Beschwerden stark schwanken und vorübergehend sogar verschwinden. Manche Männer fühlen sich nicht eingeschränkt und wünschen daher erst mal keine Behandlung. Daher kann auch ein kontrolliertes Warten unter ärztlicher Kontrolle angebracht sein.
  • Medikamentöse Therapie: Pflanzliche Arzneimittel, Alphablocker oder auch 5α-Reduktasehemmer können lindernd wirken. Dabei haben sich vor allem pflanzliche Arzneimittel insbesondere aufgrund ihrer guten Verträglichkeit als Einstiegstherapie bewährt. Sie sollten vor einer Behandlung unbedingt Ihren Arzt nach der richtigen Therapie für Sie befragen. Gewisse pflanzliche Arzneimittel zur Behandlung einer beginnenden BPH sind auch ohne ärztliche Verordnung in Apotheken und Drogerien erhältlich.
  • Operation an der Prostata: Zunächst ist festzustellen, ob ein zwingender Grund für eine Operation vorliegt. Diese könnten sein:

- Eine wiederholte akute Harnverhaltung (Ischurie)

- Wiederholte Entzündungen der Harnwege

- Wiederkehrende, nicht medikamentös in den Griff zu bekommende Blutmengen im Urin

- Harnblasensteine

- Erweiterungen der oberen Harnwege (Harnleiter, Nierenbecken, Nierenkelche), eingeschränkte Nierenfunktion oder Nierenschwäche

- Ab einem gewissen Schweregrad einer BPH kann sich eine OP lohnen. Hierfür gibt es verschiedene Verfahren, um die Prostata zu verkleinern.

Eine vergrösserte Prostata macht sich nur schleichend bemerkbar. So merkt Mann anfangs überhaupt nicht, ob sich die Prostata vergrössert. Dies macht sich erst bemerkbar, wenn Probleme beim Wasserlassen entstehen. So sind typische Symptome:

  • Häufiges, nächtliches Wasserlassen
  • Harndrang
  • Harnstottern, also wenn der Strahl wiederholt unterbrochen ist
  • Nachträufeln

Um Prostata-Behandlungen zu ermöglichen, ist eine Voruntersuchung bei Ihrer Ärztin / bei Ihrem Arzt notwendig. Es gibt einige Möglichkeiten, die Prostata zu untersuchen. Hier eine kurze Erklärung:

  • Anamnese: Bei der Anamnese werden Sie nach früheren oder jetzigen Krankheiten, Operationen und Ihrem Sexualleben befragt.
  • Beurteilung: Welche Beschwerden wie stark bei Ihnen vorliegen, wird mit Hilfe des IPSS-Scores ermittelt. Die Fragen des sogenannten internationalen Prostata-Symptom-Scores werden mehrfach und zu verschiedenen Zeitpunkten ausgefüllt. Anhand dieses Vergleiches lassen sich für Ihre Ärztin / Ihren Arzt auch Rückschlüsse zu Krankheitsverlauf oder Behandlungserfolge entnehmen.
  • Blutuntersuchung: Das Prostata-spezifische Antigen (PSA) kann anhand einer Blutuntersuchung ermittelt und damit Hinweise auf eine Prostataentzündung, Prostatakrebs oder die Benigne Prostatahyperplasie geben. Das PSA-Screening ist jedoch umstritten. Erkundigen Sie sich daher bei Ihrem Arzt.
  • Tastuntersuchung: Bei einer Tastuntersuchung richtet der Arzt seine Aufmerksamkeit vor allem auf Bauch und Geschlechtsorgane, um die Funktion der Nerven in der unteren Körperhälfte zu überprüfen. So werden etwa Grösse, Form, Konsistenz und Empfindlichkeit Ihrer Prostata untersucht.
  • Ultraschalluntersuchung: Um Auszuschliessen, dass Harnleiter und Niere von einem Harnrückstau betroffen sind, wird Ihre Bauchdecke untersucht. Dabei wird auch auf mögliche Zysten, Steine oder Tumore in oder um das Gewebe der Blase geachtet. Die Prostata selbst kann mithilfe eines speziellen Ultraschallgeräts untersucht werden. Dies wird über den Darm (Rektum) eingeführt. Hierbei sind Gewebsveränderungen der Prostata gut zu erkennen.

Gesteigerter Harndrang muss nicht unbedingt von einer BPH kommen. Auch Stress, übermässige Flüssigkeitszufuhr, Alkohol- oder Kaffeekonsum können die Blase belasten. Zudem können Sie mit einigen Tipps und einem gesunden Lebensstil, Einfluss auf Ihre Prostata nehmen:

  • Ernährung: Nüsse, Hülsenfrüchte oder auch ungesättigte pflanzliche Öle wie Leinöl oder Olivenöl fördern die Gesundheit. Vermeiden Sie eine Fett- beziehungsweise kalorienreiche Nahrung.
  • Bewegung: Ob Wandern, Schwimmen oder Yoga – Sport tut gut. Das gilt nicht nur für das Herz, sondern auch für die Prostata.
  • Trinken: Es wird empfohlen, mindestens 2 Liter pro Tag zu trinken. Das fördert die Durchspülung von Blase und Nieren und beugt so Harnsteinen vor.
  • Vitamine: An apple a day, keeps the Doctor away. Vitamine sind wichtig für den Körper – und die Prostata. Vor allem schützende Antioxidantien wie Vitamin C, das in Zitrusfrüchten enthalten ist, und Vitamin E aus Nüssen und Sonnenblumenkernen, helfen der Prostata, gesund zu bleiben.

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